Mittwoch, 13. August 2014

Urlaubs DIY - Stifteaufbewahrung für Ringordner

Kurz vor dem Urlaub entstehen hier noch ein paar mehr oder minder kreative Dinge. 
Auf Instagram habe ich bereits meine spontane Urlaubs-Fotoalbum-Anschaffung gezeigt. Seit dem liegt das Buch hier auf dem Tisch und ich verändere jeden Tag etwas, füge etwas hinzu und sortiere ein paar extra zugeschnittene Aquarellkartonseiten ein.
Doch wohin mit all den Stiften etc. die dieses Mal definitiv mit müssen? Nachdem mir heute zum dritten mal alle Stifte (logisch!) aus dem Ringordner gefallen sind, entstand die Idee für diese, zugegeben einfache, Stifteaufbewahrung. 
Ich dachte mir, das eventuell der eine oder andere so etwas für den Ringkalender oder den Studienordner übernehmen möchte und habe daher mitgeknipst. Entschuldigt aber bitte die schlechte Qualität, der Mini hatte die Kamera vorher in der Hand und ich habe erst gegen Ende bemerkt, das ich ganz viele Fingerabdrücke auf der Linse habe.

 
 Ich gebe Euch keine Maße an, das kommt ganz auf den jeweiligen Ordner bzw. die Anzahl der Ringe an.

Ihr benötigt: 
- 3 mm starker Filz
- Gummiband, ca. 1 cm breit (ich habe hier Knopflochgummi verwendet)
- Schrägband
- Webband
- Baumwollstoff für Rückseite
- Baumwollstoff für Tasche / Rückseite
- Ösen, mind. 4 mm


Zu allererst einmal benötigt Ihr die Maße Eures Ordners. 
Ich habe hierfür ein Einlegeblatt verwendet. So habe ich auch gleich den Abstand für die Löcher bzw. Ösen. Natürlich muss man die Stifteaufbewahrung nicht über die gesamte Breite nutzen bzw. zuschneiden. Auch eine schmale Variante nur für den Füller (nutzt das noch jemand?) kann sicherlich gut aussehen und praktisch sein. 


Markiert Euch auf jeden Fall die späteren Löcher für die Ordnerringe! 
Nun könnt Ihr Eure Stifte oder wie ich sämtlichen Schreibtischutensilien auf dem Filz anordnen.


Markiert Euch die späteren Abnäher des Gummibandes. Prinzipiell reicht ein Gummiband über der Mitte des jeweiligen Stiftes, bei langen Linealen würde ich zur Sicherheit zwei Bänder einrechnen.
Für die Stifte habe ich einen jeweiligen Abstand von 1 cm gerechnet, aber auch das kommt immer auf die Stiftbreite an!


Nun könnt Ihr das Gummiband aufnähen. Das Gummiband sollte bis zum Rand reichen, damit die Enden später durch das Schrägband verdeckt werden. 
Die einzelnen Nähte sollten durch mehrfaches Hin- und Rücknähen gesichert werden, das Gummiband lege ich dabei zu einem kleinen Bogen, passend zur Dicke des Stiftes.

Anschließend wird parallel zum oberen Band ein Webband so aufgenäht, das es das Gummiende des unteren, vertikalen Bandes verdeckt. Auch dieses Band sollte bis zu beiden seitlichen Rändern reichen damit es später unter dem Schrägband verschwindet.
 

 Nun wenden wir uns der Rückseite zu. Der hier blaue Stoff bedeckt die Rückseite um die Nähte dort zu verdecken und wird einmal in Größe des Filzes zugeschnitten. Zusätzlich kann man hier ein Einschubfach für Notizen o.ä. aufsetzen. Dafür wird ein Stück Stoff in der Breite des blaune Stoffes und der  1,5 fachen Länge zugeschnitten.


Das Stück Stoff für das Einschubfach wird einmal der Länge nach gefaltet und gebügelt.


 Nun werden beide Stoffstücke auf der Rückseite des Filzes platziert und knappkantig festgenäht um sie zu fixieren.


Nun kann das Schrägband angenäht werden. 
 

Für die Ecken versenke ich die Nadel, hebe den Nähfuss und lege das Schrägband entlang der Kante. Danach senke ich den Nähfuss wieder und nähe vorsichtig um die Ecke herum.
 

Das sieht fertig dann so aus.
 

 Als letzten Schritt bringe ich die Ösen laut Packungsanleitung an. 



Fertig ist die Stifteaufbewahrung!

PS: Wenn sich der Ordner ändern sollte, lassen sich auch neue Ösen für die Ordnerringe anbringen, so ist die Aufbewahrung auch für mehrere Ordner nutzbar.

Liebe Grüße, Jenny

Dienstag, 29. Juli 2014

Minibuch doch nicht gleich Minibuch....


Als kürzlich die liebe Anita alias Frau Scheiner ein Urlaubs-Freebie für eine Minibuch-Hülle auf ihrem Blog vorstellte, war ich sofort Feuer und Flamme.

Auch wenn der Mini dafür noch ein wenig klein ist, stapeln sich hier durch liebe Bekannte ein paar Minibücher, die auch gerne zusammen mit Mama und Papa betrachtet werden.
Eine Hülle, in der ich alle diese doch etwas fragilen Büchlein aufbewahren kann, klang also klasse.

Das Besondere an dieser Hülle ist die Kellerfalte, unter der man etwas verstecken kann.
Ich hatte hier die tollsten Ideen: Ein Elefant, dessen Rüssel durch die Falte nach aussen gezogen werden kann, ein Apfel mit Wurm, herausnehmbare Filzautos und, und, und.
 Doch dann fiel mir (fast wortwörtlich) dieser Märchenstoff in die Hände. Ein böser Wolf? Nee, die sind doch eigentlich ganz scheu. Rotkäppchen? Ist schon auf dem Stoff zu sehen. Der Korb mit Wein? Noch nicht ganz jugendfrei für meinen Jüngling.
Also was passt noch zu Märchen? Mir fiel hier sofort meine Oma ein, die uns Kindern immer gerne vorgelesen hat. Und da der Sohnemann momentan mit Vorliebe das "Guckguck!-Spiel" spielt, würde er sich über eine Person hinter der Kellerfalte sicherlich freuen.

Und so entstand die kleine Oma, die warscheinlich in ihrem Sessel am Fenster sitzt und im großen, dicken Märchenbuch blättert. "Was wollen wir heute abend lesen?"
So oder so ähnlich.  

Das Freebook ist schön gestaltet und recht übersichtlich, so das das nähen bis auf die Applikation wirklich sehr schnell geht. Anita stellt auf ihrem Blog noch die Alternative mit Flockfolie vor, die ich auch recht verlockend finde.

Leider hatte ich übersehen, das der große Minibuchhersteller sich natürlich seine Buchgröße hat schützen lassen (logisch, oder?) und ich für meine *nicht ganz originalen* Bücher das Schnittmuster hätte anpassen müssen.
Und so steht die Hülle erst einmal leer im Regal, wird aber vom Mini gerne für ein "Guckguck!"-Spiel hervor geholt.
Und Mama findet das Ganze gar nicht so schlimm, gibt mir das doch einen Vorwand, endlich mal wieder im Buchladen nach Kinderbüchern zu stöbern. *lach*


 Übrigens: Von den originalen Pixi´s gibt es auch ein paar in der BabyPixi Variante. Diese sind etwas größer, reiß- und speichelfest. Klar knittern die Seiten nach einer Weile, aber der Mini schaut sich das Buch gerne an und ich finde es manchmal recht praktisch, nicht immer das dicke Pappbuch mitzunehmen zu müssen wenn die Tasche schon wieder zum brechen voll ist.
Nur so als Tipp, das soll keine Werbung sein ;)

Liebe Grüße, Jenny

Dienstag, 8. Juli 2014

Vaggvisa

Hier war es einige Zeit ruhig, was unter anderem den Grund hatte, das sich bei uns noch einmal Nachwuchs angekündigt hat.

Dem Krümmel geht es sehr gut und die Mama verfällt inzwischen schon wieder in diesen berüchtigten Nestbautrieb...

Da kam mir das neue Spieluhren-Püppchen von Suse Bauer alias revoluzzza genau richtig.

Zu dieser Zeit wussten wir noch nicht, was unser Krümmelchen mal werden will, daher habe ich versucht, das Püppchen neutral zu halten. Da es sich dieses Mal um ein Oktober-Kind handelt, schienen die Herbsttöne gut zu passen.



Ein wunderschönes Tutorial um sich kreativ auszutoben. Wobei ich mich hier noch relativ zurück gehalten habe. Eine Mädels-Variante wäre deutlich verspielter ausgefallen.

Das enthaltene Mini-Tutorial zum richtigen und vor allem sicheren Einbau von Spieluhren fand ich richtig klasse und schon alleine dafür lohnt sich die Anschaffung des ebooks.
Ich habe auch schon einige Spieluhren genäht, geflickt usw. Aber hier erklärt Suse noch ein paar Kniffe, die ich so noch nicht kannte.

ebook: Vaggvisa von revoluzzza

Liebe Grüße, Jenny

Samstag, 8. Februar 2014

Fühlbuch

 



Weihnachten ist schon eine Weile her, doch ich wollte Euch doch unbedingt noch das Handmade Geschenk für den Mini zeigen.

Ich habe ja einen ganz schönen Bücherfimmel und wie es scheint, habe ich auch den Mini damit angesteckt. Jedenfalls umfasst seine Minibibliothek schon rund 20 Bücher die eifrig durchgeblättert und kommentiert werden.

Da fehlte eigentlich nur noch ein Stoffbuch. Mit Fühlbüchern hatte ich mich ja schon eine Weile beschäftigt und so hatte ich eine ungefähre Vorstellung vom Endresultat.
Es wurden Ideen erdacht und wieder verworfen, kombiniert, getüfftelt und schlussendlich genäht.
Der Mini hat sich über das Resultat jedenfalls sehr gefreut.


Den Stoff für das Cover habe ich auf einem Stoffmarkt gefunden, perfekt für so ein Projekt.
Ich habe das Cover gequiltet, damit die Berge plastischer erscheinen, auch die Personalisierung durfte nicht fehlen.

Seite 1 und 2

Die Enten auf dem mit Folie überzogenen Teich sind per Druckknopf befestigt und können ins Nest am Schilfrand gebracht werden.

Quack, quack! Ich sitze ebenfalls am Teich und angele mit meiner langen Zunge Fliegen.

Beim Frosch habe ich einen Reißverschluss verarbeitet sowie die Beine plastisch gesaltet.

Seite 3 und 4


Die Räder des Lasters können abgenommen werden und die Säcke auf der Ladefläche sind per Klett angebracht.

Die Vogelmama versteckt sich hinter dem Baum und kann zum spielen hervor geholt werden.
Auf Seite 4 steckt ein Wurm frech seinen Kopf aus einem am Boden liegenden Apfel.

Hier habe ich zusätzlich noch mit Buchstabenperlen gearbeitet.
Seite 5 und 6

Der große Kran befördert die geometrischen Figuren wie Dach und Fenster zum Haus.

Dort angekommen wird das Haus schnell fertig gebaut.

Seite 7 und 8

Äpfel und Birnen, mit unterschiedlicher Befestigung am Baum.

Mit dem kleinen Säckchen können die Früchte nach dem pflücken gesammelt werden.
 

Auf der letzten Seite musste natürlich noch eine Eule untergebracht werden.

Schaut mal, wer sich da unter dem Flügel versteckt hat.
Die verschiedenen Knöpfe laden zum erkunden ein.
Und schlussendlich die Rückseite - einfach mit einer RV Tasche für zB die Kleinteile des Buches.


Wie gesagt, der Mini hat sich sehr gefreut und blättert nun täglich in seinem ganz persönlichen Stoffbuch. Und was gibt es besseres als ein fröhliches Kinderlachen?

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende!
Jenny

Montag, 3. Februar 2014

Elefantenparade

"Töörööö!" schallt es seit dem Wochenende vom heimischen Sofa.
Spontan sind hier zwei Dickhäuter als Trostspender für das fiebernde Kind eingezogen.


Eigentlich war das brandneue Ebook von kullaloo gar nicht mehr für den Mini gedacht. Okay, der Elefant vielleicht schon... aber das Schnuffeltuch hatte ich für die beiden neuen Erdenbürger im Hinterkopf, die diesen Sommer im Freudeskreis das Licht der Welt erblicken sollen. Der Mini ist doch schon sooo groß!

Dann bekam er am Samstag Fieber. 39,5 Grad. Und war plötzlich wieder ganz, ganz klein. Und ich saß abends alleine auf dem Sofa anstatt mit Freunden essen zu gehen. Da fiel mir wieder das Ebook ein und ich machte mich geschwind an die Umsetzung.
Endlich hatte ich einen Grund den lang gehüteten Westfalenstoff anzuschneiden den ich vor rund einem Jahr eigentlich für ein Schnuffeltuch für den Mini gekauft hatte. Merkt Ihr´s? Es kommt alles doch noch so wie es sollte, bloss etwas später.
Der Microzottel ist toll und kuschelweich, aber die Verarbeitung ist mies. Überall Flusen, die Maschine habe ich danach sicherheitshalber ausgesaugt.

Der Mini hat sich jedenfalls am Sonntag sehr gefreut, als morgens die beiden "Deddy" auf dem Sofa saßen und ihn begrüßt haben (bei uns ist momentan alles mit Fell und Augen "Teddy", auch die Stubentiger und die Kuh im Bilderbuch).







Da geht einem als Mutti natürlich das Herz auf, dafür haben sich die über den Zottelstoff fluchenden Abendstunden mehr als gelohnt.
Das sind die kleinen Momente, in denen ich dankbar bin, dieses tolle Hobby für mich entdeckt zu haben.
Die Möglichkeit und auch ein klitzeklein wenig Talent zu haben, meinem Kind etwas besonderes zu bescheren ohne dafür in den Spielzeugladen rennen zu müssen.
Ein Stück Mutterliebe mit in jede Naht geben zu können.
I simply love sewing!

So, schluss mit dem Schnulz! ;)

Wer noch mehr Storys zum Thema I love sewing lesen möchte, kann bis heute Abend schnell noch bei Pamela / enemenemeins vorbei schauen, die Sammlung ist schon gewaltig und interessant zu lesen.

Das Ebook ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen, die Beschreibung und auch der Schnitt sind perfekt und garantieren eine stressfreie Umsetzung. Ich liebäugele schon mit mit dem Hasen Kulio, mal sehen was ich als Anlass finde..

Ebook: Kumi von kullaloo
Stoffe: Westfalenstoffe, örtlicher Stoffhandel




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